29.04.2021 - Interview Reiner Stutz


Reiner Stutz AbteilungsleiterKurze Vorstellung des Abteilungsleiters

Mein Name ist Reiner Stutz, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Kinder, wohne seit 1999 in Neckarsteinach und bin seit März 2019 Abteilungsleiter. Davor war ich für zwei Jahre Pressewart der Handballabteilung. Dieses Amt hatte ich zuvor über mehrere Jahre in der Volleyballabteilung inne, denn ursprünglich bin ich eigentlich Volleyballer, habe 25 Jahre lang selber Volleyball gespielt und war sieben Jahre lang Trainer einer Damenmannschaft.

Handball hat mich allerdings schon immer interessiert, besonders seit der WM 2007 in Deutschland und dem Auftreten der Rhein-Neckar Löwen. Da mein Sohn sich von der WM 2007 total für Handballsport begeistern ließ und dann anfing, selber zu spielen, bin ich immer mehr mit dem Handball in Berührung gekommen. Nachdem es Beruf und Gesundheit nicht mehr zuließen, weiter Volleyball zu spielen, bin ich immer mehr zum Handball gewechselt.

Was sind die Aufgaben eines Abteilungsleiters?

Als Abteilungsleiter bin ich in erster Linie dafür verantwortlich, dass alle notwendigen Aufgaben der Handballabteilung erledigt werden, und dass die Mitglieder der Abteilungsleitung zusammen arbeiten. Besonders die Vertretung der Handballabteilung gegenüber dem Gesamtverein und der Öffentlichkeit gehört zu den Aufgaben, wie auch die Teilnahme an Bezirkstagen. Darüber hinaus zählt zu meinen Aufgaben, Informationen und Entscheidungen des Verbandes weiter zu leiten.

Wie bist du dazu gekommen das Amt des Abteilungsleiters zu übernehmen?

Wie schon gesagt war ich zunächst Pressewart und wurde nach Ende der Amtszeit des damaligen Abteilungsleiters Ralf Boxberger gefragt, ob ich das Amt übernehmen wolle. Da ich in der Abteilungsleitung mit einem guten Team zusammen arbeite, habe ich schließlich zugesagt.

Wie laufen denn verschiedene Organisatorische Prozesse ab?

Aktuell gestaltet sich das aus bekannten Gründen schwierig, da Treffen in Präsenz nicht möglich sind. Allerdings gibt es derzeit auch eher wenig zu tun, da viele Aufgaben, wie z.B. die Organisation des Bachwegfestes oder anderer Veranstaltungen, gar nicht erst nicht anfallen. Ansonsten werden die Aufgaben besprochen und auf die Mitglieder der Abteilungsleitung verteilt.

Was funktioniert denn nicht so gut,  oder was könnte man deiner Meinung nach verbessern?

In Anbetracht der aktuellen Situation läuft es eigentlich noch recht passabel. Die Kommunikation zwischen dem Verband und den Vereinen ist jedoch nicht immer ideal. Hier gibt es sicherlich Verbesserungspotenzial.

Was sind für dich die größten Erfolge der letzten Jahre deiner Tätigkeit in Neckarsteinach?

Alleine verantwortlich dafür war und bin ich nicht. Es ist letztlich immer eine gemeinsame Leistung aller, die daran beteiligt sind. Aber ich denke, dass der Handball durch eine erhöhte Präsenz im Mitteilungsblatt in den letzten Jahren immer mehr in den Blickwinkel der Neckarsteinacher Bürgerinnen und Bürger gerückt. Wir konnten zeigen, dass die Abteilung lebendig ist, dass sie aktiv ist und dass es Spaß macht, Handball zu spielen. Darüber hinaus zählt das Bachwegfest zu den besonderen Momenten. Leider können wir dieses im zweiten Jahr in Folge nicht ausrichten, aber in Sachen Außendarstellung der Abteilung nimmt das Bachwegfest sicher eine ganz spezielle Rolle ein.

Besonders wichtig für die Handballabteilung, aber auch für den Sport in Neckarsteinach insgesamt, ist natürlich der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, eine neue, moderne Halle zu bauen. Alle in der Handballabteilung, nicht nur die Abteilungsleitung, haben das Vorhaben von Anfang an unterstützt und waren engagiert dabei, wenn es darum ging, für die neue Halle zu werben. Diese ist insbesondere für den Trainingsbetrieb unbedingt erforderlich.

Wie ist denn die momentane Lage im Verein?

Der Trainings- und Spielbetrieb steht mehr oder weniger still. Wir sind immer davon abhängig, wie sich die Infektionszahlen entwickeln. Für eine so aktive Abteilung wie unsere ist das eine schwierige Situation, aus der wir aber nur gemeinsam heraus kommen können. Aktuell sehen wir aber eine immer noch große Bereitschaft der Aktiven, weiter beim Handball zu bleiben. Das ist eine ermutigende Situation, die uns Antrieb gibt, weiter für den Handball in Neckarsteinach zu arbeiten.

Wie beurteilst du die Auswirkungen der aktuellen Situation auf den Mannschaftssport generell?/Wie ist die allgemeine Situation momentan?

Der Breitensport ist aktuell lahm gelegt. Das ist eine enorm schwierige Situation für alle Vereine. Nicht nur, dass die Einnahmen aus Veranstaltungen weg fallen, sondern v.a., dass den Mitgliedern kein Angebot gemacht werden kann, sich aktiv zu betätigen, schmerzt. Viele soziale Kontakte fallen dadurch weg; die Interaktion mit anderen fehlt. Oder auch das Lernen, wie man sich in eine Mannschaft einbringt und seine Rolle findet. Es bleibt zu hoffen, dass alle dazu beitragen, die aktuelle Situation schnellstmöglich zu überwinden.

Was kann man schon zu den Events für 2021 sagen?

Wir müssen leider davon ausgehen, dass keine Events statt finden werden. Sollte sich die Lage doch ändern, stehen wir bereit, aber wir werden natürlich keine Alleingänge starten, sondern immer in Übereinstimmung mit den geltenden Regeln handeln.

Vielleicht noch etwas zur Spielvereinigung, da sie uns den Platz überlassen?

In den letzten Jahren hat sich das Miteinander zwischen den Fußballern und der Handballabteilung erfreulicherweise sehr positiv entwickelt. Durch die Bereitstellung des Platzes ermöglicht es uns die Spielvereinigung, wenigstens in kleinem Rahmen ein Training unserer jugendlichen Handballer durchführen zu können. Dafür bedanken wir uns herzlich bei den Verantwortlichen der Spielvereinigung!

Hast du noch Geschichten, die du mit uns teilen möchtest?

Keine Geschichte im eigentlichen Sinn, aber dass es uns als kleiner Verein gelungen ist, in den letzten Jahren gelungen ist, immer zwischen zwei und fünf Jugendmannschaften und zuletzt auch mehrmals hintereinander zwei Herrenmannschaften zu melden, ist eine großartige Geschichte und in Zeiten rückläufiger Mannschaftszahlen außergewöhnlich. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken, die einen Anteil daran haben: beim Hauptverein, der uns bei allen Vorhaben unterstützt, bei meinen Kolleginnen und Kollegen in der Abteilungsleitung, bei den Trainern, bei den Eltern der Jugendspieler, bei allen fleißigen Event-Helferinnen und Helfern, und natürlich bei allen Spielerinnen und Spielern, ohne die sowieso gar nichts möglich wäre.