Chronik - 1914 bis 1932

 

Fahnenweihe 1914 250pxAnlässlich des 10 jährigen Bestehens fand in Neckarsteinach erstmals ein Gauturnfest des Elsenzturngaus statt und 1914 wurde auch bei dem Stiftungsfest unsere Turnerbundfahne geweiht.
Mitgliedsverzeichnis 1914: 108 Mitglieder davon 44 Zöglinge, wie die Jugendliche damals genannt wurden.

Unsere Turnerbundfahne nach Restaurierung:  Seite 1  -  Seite 2

Wilhelm Pojatti war es auch wieder– vom Kriege glücklich heimgekehrt- , der 1918 das Turnen neu erweckte und vorantrieb. Er gründete 1919 eine Damenabteilung, worauf 1920 eine Schülerabteilung folgte. Er hat eigentlich das Turnen in Neckarsteinach vom Gründungsjahr bis zum zweiten Weltkrieg über alle Klippen und durch alle Fährnisse hindurch geführt.

 Auch die 20er Jahre waren ausgefüllt mit Turnfesten, an denen sich der Verein rege beteiligte. Am 27.Juni 1920 fand abermals das Gauturnfest in Neckarsteinach statt.  Unter großer Beteiligung umliegender Vereine, weit über 20  veranstaltete man einen Umzug durch die Stadt zum Spiel- und Sportplatz.

1924 - Einweihung der Turnhalle am Stangenberg

mit turnerischen Vorführungen. Die leiblichen Genüsse wurden durch Servela und Most vollauf befriedigt. So war man in diesen zwanziger Jahren - was die Turnerei anging - hoch zufrieden. Der Turnerbund Neckarsteinach besaß eine Turnhalle, in der fleißig geübt wurde, in der man sich für die Wettkämpfe des Turngaus vorbereitete, in der man sich aber auch nach Feierabend gesellig zusammen fand. Ein gußeiserner Ofen stand übrigens auch in der Halle. [Einladung zur Besichtigung der Stangenberghalle]

1925 wurden etliche Turnfeste besucht so das Gau-Schüler-Turnen des Neckar-Elsenz-Turngau in Hoffenheim  [Urkunde Hans Ebert]  Außer Turnen wurden jetzt weitere Ballsportarten immer beliebter, so gründete sich aus den Reihen der Turner im Jahre 1925 eine Handballabteilung. Peter Schwöbel war es, der dieser Mannschaft vorstand.

Handball 1925 250px

von links nach rechts:  
C. Ebert, H. Schneider, F. Schneider, K. Nollert, H. Ebert, G. Huber,
G. Weickert, F. Boxberger, K. Zöller, K. Ebert, K. Walter
und Verantwortlicher P. Schwöbel


Später übernahm Karl Schneider die Abteilungsleitung und außer Handball spielten Frauen und Männer rege Faustball.

Ein weiterer sportlicher Höhepunkt in Neckarsteinach fand 1929 statt, als der Turnerbund anläßlich seines 25 jährigen Jubiläums, ein Kreisoffenes Turnfest  [Urkunde Johanna Olbert]  mit einem Handballturnier veranstaltete.

Handballturnier 1929 250px 

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Damenriege 1919 250px 

1931 Teilnahme beim Kreis-Jugend-Treffen in Sinsheim  [Urkunde 1931].  In den Ballspielabteilungen sind damals beachtliche Erfolge erzielt worden, so wurden die Faustball-Damen 1929 Bezirks-Meister im Neckar-Elsenzturngau  [Urkunde 1929]  und 1932 Gaumeister

Damen Faustball 1932 250px
Faustball-Damen
1932 Gaumeister

von links nach rechts:

Johanna Olbert, verh. Ebert
Martha Boxheimer, verh. Treusch
Pauline Hahn, verh. Lersch
Käthe Waibel, verh. Götz
Lene Olbert, verh. Mersemann 

 

 

Außer sportlichen Wettkämpfen fanden natürlich immer wieder verschiedene interne Veranstaltungen, wie z.B. 1920 das traditionelle Heringsessen, großen Zulauf. Langsam fanden in Deutschland Akzentverschiebungen statt, die der Sache nicht immer dienlich waren. Auf jeden Fall hat das Vereinsleben bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges nicht mehr die Bedeutung gehabt, die man sich gewünscht hätte. Die Vereine gingen in dem Reichsbund für Leibesübungen auf. Der zweite Weltkrieg mit seinem katastrophalen Ende hat alle Leibesübungen zum Erliegen gebracht.

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